nichts ist wie es war
  Shery
 

Shery - Dringend Endplatz oder Pflegestelle gesucht !!!

Shery ist vermittelt !!!




Shery in Zadar - im Dezember durfte sie nach Dtl kommen


Geschätztes Alter 1 1/2 Jahre, Fell schon superglänzend und schön.
Ist eben geimpft worden. MM-Test negativ,
Sie hat Probleme mit der Pfote kann sicher nicht 10km am Rad laufen.........
Hab Ultraschall machen lassen, keine Babys zu sehen.
Viele Schorfstellen am Körper, durchs Liegen auf Beton, auch am Schwanz, der vermutl. abgeschnitten wurde!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Allgemeinzustand.... viel zu klapprig und zu dünn, kann locker noch 4-5 kg vertragen.






Charakter: äußerst liebevoll, mit anderen Hunden kein Problem, mag alle, sehr brav,
sehr zierlich, will aber unbedingt Zärtlichkeiten und Streicheleinheiten, fordert sie auch ein.
Braucht Erziehung und im Moment sicher psychischen Beistand, dann geht es ihr gut.
Läuft bei Fuss.
Die PS möchte sie so schnell wie möglich "abgeben" da die Katze Shery nicht mag und von daher nicht mehr Heim kommt







Shery schreibt:

Ich heiße Sherry und bin k/ein Glückspilz

Anfang Dezember hat mich eine liebevolle Tierschützerin fast erfroren und halb verhungert (13 kg bei einem Alter von 1 ½ Jahren und einer Größe von 52 cm) in einem schrecklichen Tierheim entdeckt. Ich war hoffnungslos und total verängstigt. Sie versprach mir, mich aus meinem Elend zu befreien.

Am 13. Dezember, meinem Glückstag, war es soweit. Sie hat ihr Versprechen gehalten und mich in einer Box nach Deutschland geholt.

Am 14.12. nachmittags erreichte ich meinen Pflegeplatz. Dort hieß mich auch ein fünf Monate alter kleiner, schwarzer Mischlingshund, die Lucy, aus demselben Tierheim willkommen.

Ich wurde als erstes warm geduscht, weil ich ganz verdreckt war und nicht so gut roch. Danach wurde ich stündlich mit gekochtem Hühnerfleisch, Reis und Karotten gefüttert. Nach zwei Stunden hatte ich mich endlich soweit im Griff, dass ich mich entspannt hinlegen konnte.

Nachdem ich so dürr war, hat mich mein Pflegefrauchen gleich zum Tierarzt gebracht, damit er mich untersucht. Erfreulicherweise fehlt mir aber nichts Gravierendes. Die Blutuntersuchung hat sich als negativ erwiesen. Ich habe also keine der gefürchteten Mittelmeerkrankheiten. Ich bin gechipt, habe einen Impfpass, in dem alle erforderlichen Impfungen festgehalten sind, habe vor einer Woche die zweite Tollwutspritze bekommen und wurde nochmals entwurmt. Nur meine linke Vorderpfote ist nicht ganz in Ordnung. Ich habe aber beim Laufen keine Probleme.

In den vergangenen vier Wochen ging es mir super. Endlich hatte ich es warm (wenn ich schlief, hat mich mein Pflegefrauchen immer zugedeckt), und ich konnte mich drei Mal am Tag satt essen, so dass ich inzwischen schon über zwei Kilo zugenommen habe. Nur von Lucy werde ich pausenlos zum Spielen aufgefordert, auch wenn ich mal ausschlafen will.

Ich hatte verschiedene Schlafplätze. Tagsüber konnte ich das Tagesgeschehen verfolgen. Nachts oder wenn mein Pflegefrauchen wegging, schlief ich im Korridor, da sie wohl Angst hatte, dass ich mal reinpinkle oder noch Schlimmeres passiert. Mein Darm war ja total zusammengeschrumpft, und ich musste mich erst wieder an das gute und viele Essen gewöhnen. Es ist mir aber nur ein Mal ein Malheur passiert. Aber auf dem Steinboden hat das nichts ausgemacht. Mittlerweile winsele oder belle ich nachts bzw. in der Früh, wenn ich dringend raus muss. Mein Pflegefrauchen nimmt mich dann an die Leine und führt mich raus auf die gegenüberliegende Wiese. Tagsüber werde ich oft genug hinausgelassen bzw. ich laufe ständig nervös hinter dem Pflegefrauchen her, bis sie merkt, dass ich mal muss.

Überhaupt möchte ich am liebsten ständig auf dem Schoß von meinem Pflegefrauchen sitzen, denn ich bin über die Zuneigung und all das Liebe, das sie für mich tut, unheimlich dankbar. Jedes Lob und jede Streicheleinheit macht mich glücklich. Ich habe das ja nie kennengelernt.

Ich muss noch ganz viel lernen. Wenn ich mich bemerkbar machen möchte, springe ich gerne an meinem Pflegefrauchen oder anderen Personen hoch. Aber das wird leider nicht gerne gesehen, denn mein Pflegefrauchen nimmt dann immer meine Pfoten, stellt sie runter und dreht sich von mir weg. Ja, langsam weiß ich, dass sie und auch die Besucher das nicht mögen.

Sitz kann ich schon super, man braucht es mir fast gar nicht mehr sagen. Ich zeige damit, dass ich so gerne etwas möchte, z.B. Lob, Streicheleinheiten oder ein feines Leckerli.

Platz weiß ich auch schon, nur Lucy bringt mich dabei immer durcheinander, da sie mir mein Übungsleckerli wegfressen will. Wenn mein Pflegefrauchen das Leckerli tief am Boden hält, klappt es ganz gut. Mein Pflegefrauchen hat es aber auch leicht mit mir, weil ich für ein Leckerli eigentlich alles tue.

Bleib konnte ich noch nicht lernen, weil entweder Lucy mich stört oder weil es im Freien einfach zu kalt ist und mein Pflegefrauchen nicht will, dass ich mir den Bauch erfriere.

Komm funktioniert ganz gut, denn ich bekomme dann ja immer ein Leckerli und ein dickes Lob. Manchmal musste mein Pflegefrauchen schon ein bisschen länger warten, wenn ich am Waldesrand schnuppern musste. Ich hab ihr aber hoch angerechnet, dass sie soviel Geduld aufgebracht hat, wenn ich ausgebüxt bin und sie mich trotzdem gelobt hat, wenn ich dann zu ihr kam. Überhaupt macht es viel Spaß, wenn sie auf der Wiese immer wieder die Richtung wechselt. So muss ich immer aufpassen, dass ich sie nicht verliere. Sie bleibt nie lange stehen und ruft mich. Woher sie bloß all diese Schliche kennt? Natürlich aus einem Hundeerziehungsbuch.

Übrigens würde ich gerne in eine Hundeschule gehen. Zum Einen gibt es dort andere Freunde zum Spielen, zum Anderen möchte ich gerne, dass mein Frauchen auf mich stolz wäre, wenn sie sehen würde, wie gut und schnell ich trotz meiner traurigen Kindheit all diese Anforderungen erfüllen würde.

Ich muss gestehen, Lucy hat mir ein paar Dinge beigebracht, die ich mir schnell wieder abgewöhnen muss. Alles was so locker herumliegt, wie Hausschuhe, Socken, Halstuch, alles Dinge, die einfach zum Spielen verleiten, denen muss ich in Zukunft aus dem Weg gehen. Ein konsequentes Nein oder ein Aus hilft mir dabei sehr. Auch zwicke ich ein bisschen, wenn ich übermütig bin und spielen möchte. Na ja, unter Hundekindern ist das ja so üblich. Es ist aber nie böse gemeint! Ehrlich! Dafür freue ich mich, wenn man mit mir Ball spielt. Auch das Spiel mit dem Kordelknochen am Strick liebe ich. Wenn ich daran ziehe, ist mein Pflegefrauchen doch noch stärker als ich. Lucy dagegen kann ich schon einmal ein Stück mitziehen.

Ja, was habe ich sonst noch für Macken? Ich schnarche und bin neugierig, vor allem was Mülltonnen angeht. Das stammt wohl noch von der Zeit, als ich auf der Straße lebte und ich mir mein Fressen in der Nähe von Häusern suchen musste. Auch ein Stückchen Wurst auf der Küchenanrichte ist vor mir nicht sicher.

Ansonsten fällt meinem Pflegefrauchen nichts ein. Sie weiß, dass ich meine eigene Familie haben möchte und nicht nur immer die Nummer Zwei sein möchte. Ich wünsche mir so sehr unendliche Liebe und Kontaktnähe und gebe dafür selber meine ganze Hundeliebe. Ich weiß, ich muss noch erzogen werden, aber dies geht alles schnell. Ich werde mir ganz große Mühe geben. Ich bin nicht böse, wenn man mir ein konsequentes Nein sagt. Aber ich bin unendlich dankbar, wenn man mich unter dem Bauch, hinter den Ohren oder am Hals streichelt. Die Kälte liebe ich nicht, dazu bin ich wohl immer noch zu mager. Beim Gassigehen brauche ich Zeit, denn das große Geschäft mache ich oft 3x (!!) hintereinander. Dies wird sich aber normalisieren, wenn ich nicht mehr so viel zum Fressen brauche und mein Normalgewicht haben werde. Ich liebe über Alles das saftige Dosenfutter. Leider bekomme ich dabei aber meist Durchfall. So hat mich mein Pflegefrauchen überlistet und gibt mir Trockenfutter, gemischt mit gekochten, kleinen Kartoffelstückchen und Karotten. Das ist zwar essbar, aber nicht gerade der große Hit. Trockenfutter mit Hüttenkäse oder sogar mit Frischfleisch verfeinert, ist schon die bessere Variante. Oft aber werde ich mit Leckerli während des Tages und unabhängig von den Essenszeiten gefüttert. Mit hungrigem Magen macht man ja bekanntlich alles um an das Leckerli heranzukommen.

Ich habe Angst vor einer Veränderung, aber da ich mutig und neugierig bin, freue ich mich auf mein neues Zuhause. Bitte habe Geduld mit mir. Innerhalb so kurzer Zeit hat sich so Vieles zum Guten verändert und ich muss doch noch so viel lernen.

Danke für Alles

Shery

11 Januar 2009

Kontakt: mirnaB@t-online.de












 
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