1. Woche vom 26.9. bis 4.10.09
Am 26.9.09 sind wir ca. 600 km zu Marina's PS gefahren und haben sie dort abgeholt, um hier in Berlin intensiv mit Marina arbeiten zu können.
Mittags waren wir dort und haben erstmal mit der PS ewig geschnackt ...länger als geplant
...Marina hatte uns bellend begrüßt und etwas später sogar - dank Leckerlis - streicheln lassen...ganz vorsichtig und immer mit Kontakt zu ihrem Pflegefrauchen....ihrer Beschützerin...
Nachmittags starteten wir dann Richtung Berlin...Marina war furchtbar ängstlich im Auto....saß dann ganz schnell auf Jana's Schoß und verlor ihre Panik NICHT aus den Augen..nach einer knappen dreiviertel Stunde mussten wir die Fahrt unterbrechen, weil Marina sich mehrmals im Auto erbrach....ich bat Jana mit Marina auszusteigen, um 1. das Auto säubern zu können und 2. um Marina die Gelegenheit zu geben, etwas zu "entspannen" und um evtl. Geschäfte zu erledigen....das Auto war bald wieder relativ "begehbar"....aber wir hatten die Rechnung ohne Marina gemacht....war doch nun ihr Pflegefrauchen - ihre Beschützerin - nicht mehr da....Marina wollte partout nicht mehr ins Auto einsteigen...reinheben ging nicht, weil sie sich von uns nicht mehr anfassen ließ...egal, welche Leckerlis wir ihr anboten...es führte kein Weg zu Marina....Jana ging mit Marina um die Ecke - weg von der großen Strasse - und ich fuhr das Auto rum...dort war inmitten einer Häusersiedlung eine kleine Wiese an der Strasse....auf die setzten wir uns und versuchten Marina mit allen guten Worten, mit Leckerlis, mit etlichen Tricks ins Auto zu kriegen...chancenlos,...nach ca. 1 h waren wir so nah an Marina, dass wir sie streicheln konnten und sie auch mal stehen bzw sitzen blieb....und schwupss nahm ich sie auf den Arm und setzte sie ins Auto...wenn sie erstmal auf dem Arm ist, wehrt sie sich auch nicht mehr....
Im Auto verkroch sie sich relativ schnell unter dem Beifahrersitz...und es ist wirklich verdammt eng dort unten....und ward 2 h nicht mehr gesehen....als wir tanken mussten...kroch sie dort unten raus und wir stellten gleich etwas vor die Öffnung zum Beifahrersitz, damit sie nicht wieder dort unterkroch....hatten wir doch die ganze Zeit Angst, dass sie uns dort unten "eingeht".....so musste sie die restliche Fahrt auf der Rückbank verbringen...konnte aber keineswegs entspannen...als wir in Berlin einfuhren...nach insgesamt ca. 6 1/2 h musste Marina nochmal erbrechen...diesmal schmissen wir nur ne Decke drüber
....
dann waren wir bei mir....und was keiner glauben mag...nun wollte sie nicht mehr aussteigen....nochmals brauchten wir ca. ne halbe Stunde, um sie zum aussteigen zu bewegen....
Die restliche Woche waren wir also erstmal damit beschäftigt, Marinas Vertrauen in uns aufzubauen und zu beobachten, wie sie sich in bestimmten Situationen verhält.
Vor allem das Anleinen gestaltete sich anfangs sehr schwer - am ersten Tag brauchten wir noch ca 1 1/2 Stunden, jedesmal, wenn man kurz davor war den Karabiner einzuhaken, wich sie wieder zurück. Da wir es ruhig angehen lassen wollten, ließen wir ihr Zeit und siehe da, es wurde jedoch von Mal zu Mal besser und mittlerweile ist das Anleinen kein Problem mehr 
Die ersten Tage sicherten wir sie immer noch mit zwei Leinen, eine am Halsband, eine am Geschirr, da Marina noch so unruhig und ängstlich während der Spaziergänge war und wir einfach zu große Angst hatten, dass sie irgendwie aus ihrem Geschirr herausrutschen könnte.
Auf dem Foto sieht man deutlich, wie ängstlich sie ist, ihre Rute war die ersten Tage nur in dieser Position.
Die süße Maus ist wirklich sehr, sehr ängstlich. Ihre größte Angst sind andere Hunde, dabei wird sie extrem panisch, bellt ohne Unterbrechung und beruhigt sich auch lange Zeit nicht mehr.
Am 3. Tag stellten wir ihr Cassy, meine Hündin, die ebenfalls aus Kroatien kommt, vor. Gott sei Dank verstanden sich die beiden auf Anhieb, ein kurzes "Wuff" von Marina und das war's. Sofort heftete sich Marina an Cassy und endlich konnte sie während der Spaziergänge lockerer werden- Cassy gab ihr die nötige Sicherheit. Mittlerweile sind die beiden ein Herz und eine Seele, spielen und kuscheln zusammen.

Spielen macht...

....soooo müde!
Ansonsten stand noch etwas Autotraining an und es wurde schon deutlich besser, das Zittern hat ganz aufgehört und sie ist weitaus entspannter als noch zu Beginn, gebrochen hat sie bisher auch noch nicht 
Außerdem stand jeden Tag "Katzentraining" auf dem Plan, da bei mir zu Hause noch zwei hundeliebende Katzen wohnen, die Marina allerdings nicht geheuer sind.
Aber ich bin zuversichtlich, dass auch die Miezen bald kein Problem mehr darstellen und wir bald auch ihr vollstes Vertrauen haben und mit dem "richtigem" Training beginnen können um ihre Ängste in den Griff zu bekommen.